MB: Nach 45 Jahren und gefühlt tausend Stadionbesuchen: Warum ich in Deutschland kein Fußball mehr schaue

Wer mich kennt,

weiß, wie eng mein Leben mit dem Fußball verbunden war.

Von Kindheitstagen bis jetzt war das Stadion mein "zu Hause".

Zuerst als Fan,

dann auch rund zehn Jahre als Hooligan

und später als Christ,

Seelsorger und Evangelist.

 

 

 

(Foto MB ©: Mini-Auswahl meiner Tickets)

 

Über rund vier Jahrzehnte war ich im Schnitt ein- bis zwei,

zeitweilig auch dreimal in der Woche,

in irgendwelchen Stadien im In- und Ausland zu Gast.

Doch jetzt nach rund 45 Jahren,

beende ich dieses lange "Groundhopping".

(Ausgenommen bleiben noch einige Highlights in meiner (Fußball-) Heimat Dänemark,

wo die Entwicklung der faszinierenden Sportart noch durchaus erträglicher ist.)

 

Was sind die Gründe für das Break?

 

Okay, das Alter lässt ruhiger werden. :)

Und die Enfernung ist jetzt auch wieder für mich zu weit,

Stadien (von meinem Interesse) in Deutschland zu besuchen.

Dazu "die zum Himmel steigenden Preise"

für Anfahrt, Ticket, Verzehr usw.

 

Ferner liegen meine Prioritäten als Botschafter des Evangeliums,

nun in zunehmend anderen Aufgabenfeldern,

so das auch die Zeitfenster für "Hobby Fußball" kleiner werden.

 

Doch es sind noch weitere Gründe,

warum z.B. die deutsche Glotze beim Fußball künftig bei mir offline bleibt.

(Btw, ohne TV lebt es sich eh besser ;)

 

Doch anstatt eigene Worte zu wählen,

soll nachfolgend eine hervorragende Literatur empfohlen sein.

Denn treffender,

als es der Autor Günter Scholdt in seinem neu erschienenen Buch

"Fußball war unser Leben" veröffentlicht hat,

kann die voranschreitende "Pervertierung" des beliebten Volkssports kaum beschrieben werden.

NEU: "Fußball war unser Leben"

Der Verleger schreibt:

"Milliarden auf der Erde stehen im Banne des Fußballs. Doch eine toxische Allianz aus Kommerz und Ideologie gefährdet die »schönste Nebensache der Welt« in ihrer Substanz. Von dieser Bedrohung durch Geschäftemacher, Politiker und ihre journalistischen Handlanger, die sich der Attraktivität des Fußballs parasitär bedienen, handelt dieses Buch. Seine politik- und medienkritische Ausrichtung wird von dem unabweisbaren Eindruck einer immer penetranteren Instrumentalisierung des Sports über aktuelle Global-Agenden bestimmt. Der soziologische Blick des Buches verbindet sich dabei mit persönlichen Einsichten des Verfassers als dem Fußball verfallener Schüler, jahrzehntelanger Amateurkicker und verschiedentlich Trainer, passionierter Club-Fan und leidgeprüfter Anhänger einer Nationalmannschaft, die zunehmend ihren Nimbus verspielt."

Wenn sich auch in anderen Ländern die Fußball-Welt diesbezüglich ebenfalls in eine ungute Richtung bewegt,

so geht Deutschland doch mit "7-Meilen Stiefeln" in der Negativ-Entwicklung voran.

(Die ideologisierte TV-Berichterstattung der EM ist in diesen Tagen kaum mehr zu ertragen.)

 

Eine sehr gute Buchrezension zu "Fußball war unser Leben"

und die Bestellmöglichkeit findet sich HIER.

 

Foto ©: MB privat